3. September 2025

August 2025: Studio Musikfabrik auf Konzertreise

Musik als multimediales Ritual – An Index of Metals präsentiert in Bangkok und Singapur

Zehn Tage, zwei Städte, viele neue Begegnungen – und unzählige musikalische Impulse: Die jüngste Konzertreise von Studio Musikfabrik führte die beiden Musikerinnen Mine Ece Pahsa (Flöte) und Jungin Kim (Violoncello) im August 2025 nach Bangkok und Singapur.

Im Zentrum der Reise stand die Aufführung des audiovisuellen Werks An Index of Metals von Fausto Romitelli – ein multimediales Ereignis  für Sopran, Ensemble, Video und Elektronik. Gemeinsam mit Musiker:innen der Musikhochschule Lübeck, dem Yong Siew Toh Conservatory of Music, NUS aus Singapur sowie dem Princess Galyani Vadhana Institute of Music (PGVIM) in Thailand und unter der künstlerischen Leitung von Peter Veale wurde das Projekt realisiert.

Im Rahmen des jährlichen Symposiums des Princess Galyani Vadhana Institute of Music (PGVIM) in Bangkok – in diesem Jahr unter dem Motto „Wonderland“ – wurde An Index of Metals am 22. August 2025 in der Konzerthalle des Instituts aufgeführt, gefolgt von einem weiteren Konzert am 26. August am Yong Siew Toh Conservatory of Music in Singapur. Darüber hinaus erhielten die beiden Musikerinnen von Studio Musikfabrik die Gelegenheit, während des Symposiums auch zeitgenössische Solo-Werke aus ihrem Repertoire zu präsentieren.

Das etwa 50-minütige Gesamtkunstwerk, das zeitgenössische Kompositionskunst, immersives Videodesign und elektroakustische Klanglandschaften miteinander verwebt, wird in ähnlicher Besetzung mit Studio Musikfabrik und der Musikhochschule Lübeck am 18. Oktober 2025 in Lübeck erneut zur Aufführung gebracht – ein Wiedersehen mit einem außergewöhnlichen Werk!

Persönliche Eindrücke der Musikerinnen

Für Mine Ece Pahsa war die Reise von Anfang an mit großer Vorfreude verbunden. „Seitdem ich erfahren habe, dass ich ein Teil von Studio Musikfabrik werde, konnte ich nicht aufhören, mir vorzustellen, was diese zehn kommenden Tage bringen könnten. “ Rückblickend beschreibt sie die Reise als berührend: „Alles was ich mir vorgestellt hatte, war noch schöner, als ich es mir erträumt hatte.“ 

Dass sie für dieses Projekt zum ersten Mal nach Asien reiste, empfand sie als großes Privileg. Besonders bewegend war für sie der Austausch mit Musiker*innen vor Ort: „In Bangkok, bekam ich die Chance bemerkenswerte Thai Musiker*innen kennenzulernen, zu hören, deren Welt zu erleben – dafür bin ich wirklich dankbar. „Es ist, als ob sich in meinem Kopf ein komplett neuer Raum eröffnet hat.“

Auch die Zusammenarbeit mit dem Ensemble war für sie beeindruckend : “Von der ersten Probe an hat die Zusammenarbeit mit Peter und das Zusammenspiel mit meinen Kollegen meiner Musik etwas Außergewöhnliches verliehen. Ich spürte, wie sich dies mit jedem Tag der Tournee vertiefte.

Und nicht zuletzt sind es die zwischenmenschlichen Beziehungen, die ihr in Erinnerung bleiben: „Die Leute von Studio Musikfabrik sind mir in so kurzer Zeit wie eine Familie geworden, was diesen Abschied umso emotionaler macht. Zu wissen, dass ich sie in Lübeck wiedersehen werde, erfüllt mich mit Freude, auch wenn ich sie jetzt schon vermisse. “ Für Mine Ece steht fest: „Diese zehn Tage werden mir als eines der schönsten Kapitel meines Lebens in Erinnerung bleiben. Allen, die dies möglich gemacht haben, gilt mein tiefster Dank.“

Auch Jungin Kim blickt mit Zufriedenheit auf das Projekt zurück. „Als ich mich dem Projekt in Bangkok und Singapur anschloss, hoffte ich, mit Musikern zusammenzuarbeiten, die sich wirklich ihrer Kunst verschrieben haben, und aus unserer Zusammenarbeit neue Inspiration zu schöpfen. Diese Erwartung hat sich voll und ganz erfüllt, und die Erfahrung war sogar noch bereichernder, als ich erwartet hatte.“

Besonders prägend war die Arbeit mit Peter Veale: „Peters Art, das Ensemble zu leiten, hat mich sehr beeindruckt. Er hat uns stets ermutigt und uns praktische und musikalisch aufschlussreiche Ratschläge gegeben. Seine Anleitung hat unsere Darbietungen geprägt und jedem von uns geholfen, auf der Bühne das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

Ein persönliches Highlight war für Jungin die Präsentation eigener Werke: „ Meine eigene Musik an solch einzigartigen Orten zu präsentieren, war sowohl aufregend als auch zutiefst bereichernd – eine Erfahrung, die ich noch lange in Erinnerung behalten werde.“ 

Auch abseits der Bühne war der Austausch intensiv: „Gemeinsame Mahlzeiten, Erkundungstouren durch die Städte und der Austausch mit Musikern unterschiedlicher Herkunft eröffneten neue Perspektiven und stärkten das Gemeinschaftsgefühl innerhalb des Ensembles.“

Klang verbindet Kulturen

Die Konzertreise nach Bangkok und Singapur war sowohl musikalisches Ereignis – als  auch kultureller Brückenschlag, ein persönliches Abenteuer und ein eindrucksvolles Beispiel für die verbindende Kraft zeitgenössischer Musik.

Die Aufführung von An Index of Metals ein Zeichen für künstlerischen Mut, interkulturelle Zusammenarbeit und eine lebendige Zukunft der neuen Musik.