spielBar

Neue Musik machen ist nur wenigen Auserwählten, virtuosen Profimusikern und begnadeten Ausnahmetalenten möglich – dieses weitverbreitete Vorurteil gegenüber der „Spielbarkeit“  zeitgenössischer Musik argumentiert Ensemble Musikfabrik mit dem Angebot „spielBar“ entgegen.

Workshops

In spielBar-Workshops nähern sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Anleitung einzelner Ensemblemusiker Werken von bekannten Künstlerinnen und Künstlern wie George Maciunas, Alison Knowles, John Cage oder George Brecht. Instrumental- und Notenkenntnisse werden dabei nicht vorausgesetzt.

Nicht Celli, Klavier oder Flöte stehen im Zentrum dieser Sessions, sondern „alltägliche“ Materialien und Fundstücke wie Zeitungen, Kleidungsstücke, Äste, Steine, Papier, die Stimme oder der eigene Körper. Das Konzept geht zurück auf die 1960er und 1970er Jahre, in denen Fluxus, Neo-Dada und Happening in der Luft lagen und die Avantgarde in Performances das Ineinandergreifen der Künste – Musik, bildende Kunst, Theater, Choreographie und Wortkunst – im kreativen Miteinander neu verhandelte. Im Fluxus-Konzert wurden Klang- und Hörerlebnisse ausgelotet, neue Zugänge zu Musik und Kunst erschlossen und der Zuhörer mit tradierten Wahrnehmungsmustern konfrontiert. Alternative Notationskonzepte forderten dazu heraus, jedes Objekt zum Instrument zu deklarieren.

Ensemble Musikfabrik nimmt sich diesen Anspruch zum Vorbild und fördert mit spielBar eine Musizierpraxis, die keine spieltechnischen, sondern vor allem schöpferische und intellektuelle Ansprüche an die Beteiligten stellt. Die Teilnehmer nähern sich den Konzepten auf spielerisch-experimentelle Weise, erproben in variierenden Gruppenkonstellationen die akustischen Möglichkeiten „ihres Instruments“ und wachsen sukzessiv zu einem alternativen Klangkörper zusammen.  Da alle Werke in ihrer Konzeption sehr offen sind, geben sie den Musizierenden jederzeit die Möglichkeit, sich massiv in den Prozess der kompositorischen Gestaltung einzumischen und selbst schöpferisch aktiv zu werden. Offenheit und Neugier allein braucht es, um sich durch spielBar kreative Gestaltungsräume zu erschließen und den Blickwinkel auf die eigenen künstlerischen Möglichkeiten zu erweitern. Den neu entdeckten Talenten werden dabei keine Grenzen gesetzt!

Neue Musik ist spielBar!

Einzigartig an spielBar ist, dass es Laien und Amateuren ermöglicht wird, ohne besonderes Spezialwissen Neue Musik zu spielen. Die Beschreibungen sind jedoch ebenfalls darauf ausgelegt, einen künstlerischen Anspruch zu wahren. Das Werkrepertoire umfasst Beispiele, die selbst professionellen Musikern hohe Anforderungen abverlangen. Auf diese Weise richtet sich das Angebot nicht nur an Laien und Amateure, sondern auch an ausgebildete Musiker, Musikpädagogen und Lehrer, die neue Herangehensweisen des Musizierens und der Vermittlung kennenlernen möchten.

Auf Anfrage bietet Ensemble Musikfabrik individuell konzipierte Workshops für Schulklassen aller Jahrgangsstufen, Lehrerfortbildungen und interessierte Gruppen an, die an einem oder mehreren Tagen unter Beteiligung zweier Ensemblemitglieder selbst aktiv musizieren möchten. Teilnehmen können alle, die Lust am Musizieren und gemeinschaftlichen Experimentieren haben.

spielBar Online

Im Aufbau befindet sich derzeit ein Online Kompendium von spielBar. Mit diesem möchten wir die Idee von spielBar an ein großes Publikum tragen und die Umsetzung der Konzeptidee durch einen kostenfreien Zugang zu dem Werkrepertoire ermöglichen. 

Fotos © Janet Sinica

Die Fotos sind beim Workshop mit der Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V. entstanden - gefördert durch den Landesmusikrat NRW und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

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    spielBar-Workshop mit der Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V.

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