{"id":10208,"date":"2012-02-09T12:42:38","date_gmt":"2012-02-09T11:42:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/blog\/auf-den-spuren-von-mauricio-kagel\/"},"modified":"2022-07-19T12:45:35","modified_gmt":"2022-07-19T10:45:35","slug":"auf-den-spuren-von-mauricio-kagel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/blog\/auf-den-spuren-von-mauricio-kagel\/","title":{"rendered":"Auf den Spuren von Mauricio Kagel"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol \" >\r\n    <div class=\"container\">\r\n        <div class=\"row\">\r\n            <div class=\"col\">\r\n\t\t\t\t<p><em>Ein Beitrag von Julia Spyker<\/em><\/p>\n<p>St\u00f6bert man sich durch das Internet bekommt man leicht Informationen zu Mauricio Kagel. Am 24.12.1931 in Buenos Aires geboren. Er studierte autodidaktisch Gesang, Dirigieren, Klavier, Violoncello und Orgel. Sein Vater gab ihm die ersten Klavierstunden, doch sein erster Lehrer war Vincenzo Scaramuzza, Pianist aus Crotone. An der Universit\u00e4t von Buenos Aires studierte er zus\u00e4tzlich Philosophie und Literatur mit Jorge Luis Borges als Professor usw. Diese biographischen Angaben lie\u00dfen sich ausf\u00fchrlichst bis zu seinem Tod am 18. September 2008 fortf\u00fchren. Doch was z\u00f6ge man aus dieser Auflistung? Mauricio Kagel: ein beeindruckender Komponist, Librettist, Dirigent und Regisseur; dessen Werk au\u00dfergew\u00f6hnlich vielseitig ist und obendrein gespickt mit Humor, Fantasie und Originalit\u00e4t. Doch eine L\u00fccke wird dadurch nicht geschlossen \u2013 die Frage nach der Person: Mauricio Kagel.<\/p>\n<p><strong>Man begebe sich also an seine einstige Wirkungsst\u00e4tte:<br \/>\nDem Ensemble musikFabrik<\/strong><\/p>\n<p>Am 24.12.2011 w\u00e4re Mauricio Kagel 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gab das Ensemble musikfabrik ein Konzert mit Kompositionen Kagels und mit Werken, die eigens f\u00fcr dieses Ereignis komponiert wurden.<\/p>\n<p>In den Tagen vor dem Konzert schwebte Mauricio Kagels Geist sp\u00fcrbar durch die Probenr\u00e4ume des Ensembles. Und es reichte den Musiker ein Stichwort zu geben: Mauricio Kagel.<\/p>\n<p>\u00dcber Jahre hinweg hat das Ensemble musikFabrik nicht nur eng mit Mauricio Kagel gearbeitet und seine Werke gespielt, nein, sie haben ihn hautnah auf der B\u00fchne erlebt. Ein bleibender Eindruck, wie es scheint.<\/p>\n<p>Da nahezu jeder im Ensemble irgendwann mit Mauricio Kagel zu tun hatte, wird mit leuchtenden Augen von der Probenarbeit erz\u00e4hlt, von eindr\u00fccklichen Konzerten \u2013 aber man bekommt eben vor allem auch die herrlichsten Anekdoten zu h\u00f6ren. Und die m\u00fcnden \u00e4hnlich wie Kagels Musik in einem herzhaften Lachen.<\/p>\n<p>Erinnerung ist psychologisch betrachtet die mentale Wiederbelebung fr\u00fcherer Erlebnisse und Erfahrungen. Erinnerungen sind meist multimedial: Sie enthalten Bilder, ganze Szenen, die wie ein Film ablaufen. Erinnerungen sind keines falls stumm,\u00a0 Ger\u00e4usche und Klangfarben tauchen in ihnen auf, doch vor allen Dingen eben auch Gef\u00fchle.<\/p>\n<p>Neben all den Schwanks und Geschichten bleibt dennoch eines im Mittelpunkt. Das Musizieren mit Mauricio Kagel. Und fast alle berichten von den Konzerten des Werks \u201eWindrose\u201c, den 9 St\u00fccken f\u00fcr Salonorchester die zwischen 1988 und 1994 entstanden sind.<\/p>\n<p>Doch bei all den freudigen Gedanken \u2013 bleibt auch der Moment pr\u00e4sent, als Mauricio Kagel am 18. September stirbt. Dann werden die Erz\u00e4hlungen etwas leiser\u2026.<\/p>\n<p>Ich habe Mauricio Kagel nie live erlebt, doch nach den Gespr\u00e4chen mit den Musikern des Ensemble musikFabrik, habe ich fast das Gef\u00fchl ihn jetzt doch noch kennengelernt zu haben \u2013 und das 3 Jahre nach seinem Tod. Danke Ensemble musikFabrik! Danke Mauricio Kagel!<\/p>\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n<\/div>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von Julia Spyker<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":2767,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"categories":[107],"tags":[],"class_list":["post-10208","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-article"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10208"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10208\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10209,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10208\/revisions\/10209"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2767"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}