{"id":10031,"date":"2013-07-05T16:05:17","date_gmt":"2013-07-05T14:05:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/blog\/studio-musikfabrik-zu-besuch-in-der-musikhochschule-luebeck-ein-bericht-von-luise-adler\/"},"modified":"2022-07-18T16:10:28","modified_gmt":"2022-07-18T14:10:28","slug":"studio-musikfabrik-zu-besuch-in-der-musikhochschule-luebeck-ein-bericht-von-luise-adler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/en\/blog\/studio-musikfabrik-zu-besuch-in-der-musikhochschule-luebeck-ein-bericht-von-luise-adler\/","title":{"rendered":"Studio musikFabrik zu Besuch in der Musikhochschule L\u00fcbeck &#8211; Ein Bericht von Luise Adler"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol \" >\r\n    <div class=\"container\">\r\n        <div class=\"row\">\r\n            <div class=\"col\">\r\n\t\t\t\t<p>Ich soll einen Bericht \u00fcber unser letztes Projekt schreiben. Anf\u00e4nge fallen mir nur leider immer ein wenig schwer; Enden auch, aber das wird der geneigte Leser noch fr\u00fch genug merken.<\/p>\n<p>Fangen wir also einmal damit an, wer ich eigentlich bin: Ich hei\u00dfe Luise und bin seit 2010 die Harfenistin bei \u201eStudio musikFabrik\u201c, nebenbei studiere ich noch Musik. Als n\u00e4chsten Schritt m\u00f6chte ich das Projekt ein wenig pr\u00e4zisieren. Es handelt sich hierbei um das Projekt \u201e2013-2\u201c mit den Konzertorten M\u00f6nchengladbach und L\u00fcbeck. Programmatisch hierbei waren drei Preistr\u00e4gerwerke des Kompositionswettbewerbs der \u201eEnsemblia M\u00f6nchengladbach\u201c, umrahmt von zwei Auftragskompositionen f\u00fcr unser Ensemble.<\/p>\n<p>Die Proben verliefen schleppend, Abitur, Studentenpflichten und Krankheit erschwerten die Arbeit. So kam es, dass wir in oft wechselnden Besetzungen probten, was nicht immer Freude bereitete, zumal das Programm eins der anspruchsvollsten in unserer Geschichte war.<\/p>\n<p>Das Werk von Dieter Mack hatten wir zwar bereits vor \u00fcber einem Jahr sehr sorgf\u00e4ltig einstudiert, und mehrfach zur Auff\u00fchrung gebracht, womit alle Beteiligten sehr zufrieden waren, war es am Ende doch auf einem Spitzenniveau. Aus dieser Originalbesetzung waren aber nur noch sieben Leute \u00fcbrig geblieben, die anderen acht waren Neubesetzungen. Auch wir hatten anfangs bei der Einstudierung gro\u00dfe Probleme gehabt, ob der verlangten vielf\u00e4ltigen rhythmischen Motive. Doch wie so oft vergisst man, dass auch man selbst einmal klein angefangen hat: kurz und gut, irgendwann waren wir alle genervt. Zum Gl\u00fcck hatten, und haben wir Peter, der dem Werk mit einer Engelsgeduld zu neuer Bl\u00fcte verhalf.<\/p>\n<p>Zur Einstudierung der Preistr\u00e4gerkompositionen kann ich nicht aus eigener Erfahrung schreiben, da in keinem dieser drei Werke mein Instrument besetzt wurde. Den oft angespannten Gesichtern nach den Proben entnahm ich jedoch, dass auch diese Probenarbeit sehr viel Engagement von allen Seiten abverlangte.<\/p>\n<p>Das letzte Werk von Atac Sezer lag uns lange Zeit nicht zur G\u00e4nze vor, und auch der erste Part konnte von uns erst am Tag der Probenphase angeschaut werden, was unser Zusammenspiel eher erschwerte. Besonders interessant wurde dieser Teil des Programms durch die zwei Solisten von \u201eEnsemble musikFabrik\u201c, Alban (Fagott) und Bruce (Posaune). Ich gestehe hier ganz ehrlich, ich war erstaunt, wie unglaublich virtuos Posaune klingen kann. (Musiker sind ein vorurteilsbehaftetes Volk!)<\/p>\n<p>Insgesamt muss ich sagen, dass wir bei diesem Projekt viel gelernt haben:<\/p>\n<p>1. Peters Geduld ist unersch\u00f6pflich, und auch wenn alle anderen Zweifel hegen sollten, er kommt zum gew\u00fcnschten Resultat.<\/p>\n<p>2. Sich die Noten au\u00dferhalb der Proben anzuschauen bringt wahre Wunder! (Unters Kopfkissen legen reicht hierbei leider nicht.)<\/p>\n<p>3. Komponisten sind nicht immer einfache Charaktere, und manchmal ist es \u00a0zielf\u00fchrender auf sie, w\u00e4hrend der Probenarbeit, zu verzichten.<\/p>\n<p>Die Probenarbeit war geschafft, und das erste Konzert stand bevor. Wir alle trafen uns mittags im \u201eHaus Erholung\u201c in M\u00f6nchengladbach, in dem abends das Abschlusskonzert der \u201eEnsemblia\u201c statt finden sollte. W\u00e4hrend ich verzweifelt versuchte mich f\u00fcr meine, am n\u00e4chsten Tag stattfindende Instrumentenkunde Pr\u00fcfung vorzubereiten, wurde flei\u00dfig geprobt und durchgespielt. Dieters und Atacs Werk bewerkstelligten wir dann auch zu einem so hohen Prozentsatz so gut, dass die Aufregung f\u00fcr das kommende Konzert zu minimieren war.<\/p>\n<p>Einige Stunden sp\u00e4ter am gleichen Schauplatz waren wir alle umgezogen, was hier noch besser klappte als in L\u00fcbeck. Nicht immer ist es einfach zwei Schuhe eines Paares mitzunehmen, die dann auch noch passen sollen!<\/p>\n<p>Das Konzert begann, und der Saal war, soweit man das in der Konzentration des Auftritts wahrnimmt sehr gut gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Wir brachten das Konzert mehr als anst\u00e4ndig \u00fcber die B\u00fchne, bei Dieters und Atacs Werk kann ich sagen, es waren definitiv die besten Durchl\u00e4ufe, die wir je gemacht hatten, und am Ende waren nicht nur wir und Peter, sondern auch das Publikum und die Veranstalter hochzufrieden mit dem Ergebnis.<\/p>\n<p>Nachdem Preise der Jury und Publikumspreis verliehen waren, gingen alle wieder getrennte Wege.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter hie\u00df es dann, ab nach L\u00fcbeck. Um 14 Uhr wurde sich in K\u00f6ln getroffen, um gemeinsam mit dem Bus die Reise angetreten. Im Allgemeinen schwanken solche Reisen immer zwischen sehr lustig, und sehr anstrengend (wenn man nicht alleinig lustig sein darf). Ich kann nur spekulieren, da ich mit dem Flugzeug anreiste; den Gesichtern nach zu urteilen die gegen 20 Uhr aus dem Bus schlichen, war diese Busfahrt aber wohl eher eine vom verschlafenen Typus.<\/p>\n<p>Los ging es dann zu Dieter und Isabell, die uns zum Essen eingeladen hatten (Danke vielmals auf diesem Wege, es war k\u00f6stlich!). Es wurde viel geredet und gelacht, es ist sowieso immer sehr nett, wenn wir beisammen sitzen. Auch ist es nicht so, dass Erwachsene und Jugendliche strikt getrennt werden, wir unterhalten uns mit allen gerne. Dieses Ensemble ist immer wieder eine Probenphase wert!<\/p>\n<p>Zu sp\u00e4ter Stunde hatten Cathy und ich es dann nicht weit, da wir bereits das Ziel unserer \u00dcbernachtung mit Beginn des Abendessens erreicht hatten. Die anderen folgten den Studenten bei denen sie untergebracht waren.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen hatten Cathy und ich sicherlich das luxuri\u00f6seste Fr\u00fchst\u00fcck mit frischen Br\u00f6tchen und Croissants, gefolgt von einem Ausflug ins Innere L\u00fcbecks. Man traf sich am Holstentor, um dann ganz touristisch zu \u201eNiederegger\u201c zu wandern, um Marzipan zu gucken und\/oder zu kaufen. Die Gruppen trennten sich, ob unterschiedlicher Interessen, die einen wollten die Aussicht von Kircht\u00fcrmen genie\u00dfen, die anderen setzten sich lieber zum gem\u00fctlichen Kaffee trinken zusammen (eindeutig die bessere Wahl).<\/p>\n<p>Zu Probenbeginn, zu sehr humaner Zeit begab man sich in die Musikhochschule L\u00fcbeck, einem sehr sch\u00f6nen Geb\u00e4ude. Die Proben verliefen ruhig, hier und da wurde der Kost\u00fcmfundus der Hochschule gepl\u00fcndert, und in \u00e4u\u00dfert schmeichelhafter Art getauscht, was zumindest bei mir ein j\u00e4hes Ende nahm, als ich der Tatsache gewahr wurde, dass mein Kost\u00fcm ein Relikt aus dem Jahre 1992 gewesen zu sein schien.<\/p>\n<p>Nach Probenende brach man zum allgemeinen Futter fassen auf, um sich dann mental und organisatorisch auf das kommende vorzubereiten.<\/p>\n<p>Das Konzert begann, und der Publikumsraum war eher gering besetzt, daf\u00fcr aber gut verteilt und umso euphorischer. Durchweg spielten wir noch besser als eine Woche zuvor, und auch Dieter war mit dem Ergebnis zufrieden, was uns nat\u00fcrlich wichtig gewesen war.<\/p>\n<p>Die \u201eAftershow-Party\u201c wurde in einem alt eingesessen L\u00fcbecker Restaurant abgehalten, in dem wir uns zum Teil beispielsweise mit Frauke \u00fcber unsere Motive in dem Ensemble mitzuspielen unterhielten. Neben dem ganz gro\u00dfen Geld, geht es den meisten von uns wohl vor allen Dingen um die Atmosph\u00e4re, Peter und um die Musik.<\/p>\n<p>Zu fortgeschrittener Stunde wendete man sich dann auch den ganz gro\u00dfen Themen \u2013 Liebe, Geld, dem Leben und dem Alkohol; letzterem in sehr eingeschr\u00e4nktem Ma\u00dfe versteht sich \u2013 zu.<\/p>\n<p>Die verbleibende Truppe zog zu Vera, die ein Heimspiel bestritt, und nach kurzer Zeit trennten sich diejenigen, die den Schlaf vorzogen (heute kann ich sagen, ihr habt euch besser entschieden) von denen, die den Stand der Sonne verfolgten, bis es hie\u00df: ab zum Bus.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die meisten eher verschlafen in den Bus begaben, gab es die, die zur Geh\u00f6rbildungspr\u00fcfung nach Berlin mussten, oder nach Hamburg, um von da aus abends (ja, ich hatte keinen Bus zum Schlafen) nach Hause zu fliegen.<\/p>\n<p>Ich bin am Ende angelangt. Zu einem richtigen Ende geh\u00f6rt ja meist noch ein Res\u00fcmee, je ausdrucksst\u00e4rker, desto besser f\u00fcr den restlichen Text oder f\u00fcr diejenigen, die nach einigen Zeilen vorsichtig runtergescrollt sind, um zu sehen, ob und wenn ja, wo der Bericht enden wird.<\/p>\n<p>Es war wieder einmal ein tolles Projekt, mit Tiefen und H\u00f6hen (Achtung: Klimax!). Man hat neue, nette Leute kennen gelernt. Es war unser erstes Projekt mit Frauke, mit der man es sehr gut aushalten kann. Wir haben jetzt Ensemblesprecher, wir hatten Spa\u00df, haben gemerkt, dass ohne Peter nichts geht, und freuen uns alle auf das n\u00e4chste Projekt in der Essener Philharmonie im Herbst.<\/p>\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n<\/div>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich soll einen Bericht \u00fcber unser letztes Projekt schreiben. 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