{"id":9275,"date":"2018-06-20T16:00:11","date_gmt":"2018-06-20T14:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/?p=9275"},"modified":"2022-05-16T16:11:11","modified_gmt":"2022-05-16T14:11:11","slug":"eine-cd-von-studio-musikfabrik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/blog\/eine-cd-von-studio-musikfabrik\/","title":{"rendered":"Eine CD von Studio Musikfabrik"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol \" >\r\n    <div class=\"container\">\r\n        <div class=\"row\">\r\n            <div class=\"col\">\r\n\t\t\t\t<p>Die Aufnahmen mit Tonmeister Hendrik Manook sind abgeschlossen. Jetzt fehlt noch das Mixing der einzelnen Tacks, bevor die CD von Studio Musikfabrik in Produktion gehen kann.<br \/>\nAuf der CD werden Kompositionen von <strong>Dieter Mack<\/strong> zu h\u00f6ren sein. Der Komponist hat uns \u00fcber die Zusammenarbeit mit dem Jugendensemble berichtet.<\/p>\n<p><strong>Lieber Dieter, dich verbindet mittlerweile eine langj\u00e4hrige Zusammenarbeit mit Peter Veale und Studio Musikfabrik. Wie viele Jahre arbeitest du nun schon mit dem Jugendensemble zusammen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube es war vor etwa acht Jahren, als es mit \u201eLuft\u201c begann, einer Auftragskomposition f\u00fcr Studio Musikfabrik.<\/p>\n<p><strong>Kannst du uns etwas \u00fcber die gemeinsame Arbeit mit den jungen Musiker*Innen erz\u00e4hlen? Wie kam es dazu? Was zeichnet eure Zusammenarbeit aus?<\/strong><\/p>\n<p>Ich war schon immer daran interessiert, mit Jugendlichen zusammen zu arbeiten. Wenn wir Komponisten\/innen uns \u00fcber mangelndes Interesse der Jugend beklagen, dann d\u00fcrfen wir uns auch nicht gleichsam als &#8222;in einer anderen Welt lebend&#8220; pr\u00e4sentieren, sondern m\u00fcssen auf die junge Generation zugehen. Ich m\u00f6chte den Jugendlichen das Gef\u00fchl vermitteln, dass wir einem bestimmten Segment auf Augenh\u00f6he miteinander umgehen. Und ich war letztlich immer \u00fcberrascht, dass ich deswegen nicht unbedingt &#8222;einfacher&#8220; schreiben muss.Ich muss mehr dar\u00fcber reden, um manche Dinge verst\u00e4ndlich zu machen, aber das tue ich gerne.<\/p>\n<p>Wichtig erschien mir immer, den Jugendlichen deutlich machen zu k\u00f6nnen, warum etwas so ist, wie es ist. Wichtig war ebenso Fehler meinerseits einzugestehen, die es wie immer auch gab. Dabei kam mir nat\u00fcrlich Peter Veale und unsere enge Freundschaft seit nun fast vierzig Jahren zugute. Auch er geht in \u00e4hnlicher Weise auf die Jugendlichen zu. Zudem erfordert die Arbeit mit Jugendlichen einen langen Atem in dem Sinne, dass man nicht einfach zwei dreist\u00fcndige Proben ansetzt und dann auf die B\u00fchne geht. Man muss kontinuierlich \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zusammen arbeiten, um den Prozess des Hineinwachsens in ein neues Werk zu bef\u00f6rdern. Solch ein langzeitlicher Prozess des Erarbeitens kommt den grunds\u00e4tzlichen Problemen der Interpretation meiner Musik sehr zugute.<\/p>\n<p>Interessant war \u00fcber die Jahre, dass neue Musikerinnen und Musiker immer wieder relativ schnell in das ganze Gef\u00fcge integriert werden konnten. Die Offenheit, die Peter und ich den Jugendlichen an den Tag legen, ist, denke ich, ein ganz wichtiger Aspekt. Das schlie\u00dft nicht aus, dass man ab und an einmal klare Worte anbringen muss. Aber ich habe nie erlebt, dass dies negativ interpretiert wurde.<\/p>\n<p><strong>Auf der neuen und ersten CD von Studio Musikfabrik &#8211; die Aufnahmen sind ja bereits im Kasten &#8211; wird unter anderem dein St\u00fcck \u201eLuft\u201c (2012) zu h\u00f6ren sein. Dieses St\u00fcck war ein Kompositionsauftrag von Studio Musikfabrik an dich. Was sagt der Titel \u00fcber den Charakter des Werkes aus?<\/strong><\/p>\n<p>Es sagt dar\u00fcber aus, dass sowohl Atmungsvorg\u00e4nge als auch Luftger\u00e4usche eine wichtige strukturelle und klangliche Rolle spielen. Atmung als Regulativ hat mich schon lange besch\u00e4ftigt (erstmals im Bl\u00e4serorchesterst\u00fcck \u201eAngin\u201c von 1989; \u201eAngin\u201c ist der indonesische Ausdruck f\u00fcr Wind und Luft). In \u201eLuft\u201c bin mich noch weiter gegangen und lasse alle Musikerinnen und Musiker mit der Stimme zus\u00e4tzlich aktiv werden. Das hat zu Beginn einige psychologische Probleme ausgel\u00f6st, die sich aber schnell abbauten.<\/p>\n<p><strong>War w\u00e4hrend des Entstehungsprozesses wichtig f\u00fcr wen du dieses St\u00fcck schreibst? Hattest du vielleicht sogar bestimmte Musiker*innen im Kopf? Wenn ja, wie \u00e4u\u00dfert sich das?<\/strong><\/p>\n<p>Ja das war sehr wichtig. Allerdings hatte ich in diesem Fall nicht bestimmte Personen im Kopf sondern das Ensemble oder besser, das Kollektiv an sich. Wie sich das in der Komposition niederschl\u00e4gt, ist schwer zu sagen. Aber die Erfahrungen, die ich vorher mit dem Ensemble gewonnen hatte, spielten sicherlich eine Rolle, jedoch nicht hinsichtlich einer einfacheren oder schwierigeren Schreibweise. In der eigentlichen Praxis wurden dann manche Details noch angepasst. Es gibt einfach bestimmte Spielweisen, die dem\/der Einen schwerer fallen, dem\/der Anderen leichter. Das ist aber auch im professionellen Segment so.<\/p>\n<p><strong>Welchen Stellenwert haben professionelle Aufnahmen deiner St\u00fccke f\u00fcr dich? Ist es etwas Besonderes dass ein so junges Ensemble die Einspielungen macht?<\/strong><\/p>\n<p>Sie haben einen hohen Stellenwert, vor allem als Dokument mit einer gewissen \u00dcberzeitlichkeit. Allerdings gebe ich zu, dass ich eine professionelle Live-Aufnahme bevorzuge, wie etwa bei \u201eKammermusik V&#8220; auf der CD 13 Kreuzungen des Profi-Ensembles Musikfabrik.<br \/>\nIch freue mich aber in diesem Fall riesig, dass Studio Musikfabrik diese wirklich harte Aufgabe auf sich genommen hat. Das Engagement und die Disziplin der jungen Musiker und Musikerinnen war vorbildlich. Solch ein Entstehungsprozess ist wirklich nicht einfach, wenn man manchmal an einer Stelle sprichw\u00f6rtlich &#8222;die Fl\u00f6he husten h\u00f6rt&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Was ist deiner Meinung nach, in den Zeiten der Digitalisierung, Spotify und Co noch das besondere an einer CD-Ver\u00f6ffentlichung? Ist das \u00fcberhaupt noch notwendig?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, das sind zwei v\u00f6llig verschiedene Dinge. Mit einer CD habe ich auch einen gewissen Wertgegenstand in der Hand. Die CD ist ebenfalls ein digitales Medium, aber eben etwas, das ich greifen und weitere Informationen hinzuf\u00fcgen kann. Da ich mich der anderen Download-Medien grunds\u00e4tzlich nicht bediene, ist die CD &#8211; nach einer Live-Auff\u00fchrung &#8211; weiterhin das von mir bevorzugte Medium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n<\/div>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Mit St\u00fccken von Dieter Mack. Ein Interview mit dem Komponisten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":9278,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"categories":[88],"tags":[94],"class_list":["post-9275","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interview","tag-cd"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9275"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9275\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9280,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9275\/revisions\/9280"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}