{"id":9021,"date":"2019-07-01T10:00:19","date_gmt":"2019-07-01T08:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/?p=9021"},"modified":"2022-04-25T10:03:30","modified_gmt":"2022-04-25T08:03:30","slug":"strom-1-as-much-to-be-seen-as-to-be-heard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/blog\/strom-1-as-much-to-be-seen-as-to-be-heard\/","title":{"rendered":"STROM #1: As much to be seen as to be heard"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol \" >\r\n    <div class=\"container\">\r\n        <div class=\"row\">\r\n            <div class=\"col\">\r\n\t\t\t\t<div class=\"field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden\">\n<p>Im Juli startet das Ensemble Musikfabrik eine neue Konzertreihe!\u00a0<strong>STROM<\/strong>\u00a0ist Plattform f\u00fcr Crossmedia-Produktionen und er\u00f6ffnet neue Perspektiven auf Musik und ihre Transformationen.\u00a0<strong>Pierre Jodlowski<\/strong>\u00a0&#8211; Komponist, Performer und Multimedia-K\u00fcnstler, er\u00f6ffnet mit uns\u00a0STROM #1\u00a0am 14. Juli mit Werken an der Schnittstelle von akustischem und elektronischem Klang &#8211; mit dramatischer sowie politischer Pr\u00e4gung. Pierre Jodlowski gibt in unserem Blog Einblicke in sein Werk und seine Inszenierungen.<\/p>\n<p><em>&#8211; Als Multimedia-K\u00fcnstler umfasst deine Arbeit Videos, Installationen und Performances. Wie ist dieser crossmediale Ansatz entstanden und welche Auswirkungen hat er f\u00fcr deine Musik?<\/em><\/p>\n<p>Nun, ich habe vor langer Zeit, vor fast 20 Jahren, angefangen, mir Fragen \u00fcber Inszenierungen zu stellen oder vielmehr \u00fcber die Frage nach der Funktion der K\u00f6rper der Musiker auf der B\u00fchne. Sind diese K\u00f6rper nur ihren Instrumenten gewidmet oder k\u00f6nnen sie mit anderen Elementen wie Raum, Gesten, Bewegungen interagieren? Und so begann ich, an der visuellen Dimension zu arbeiten. Ich muss sagen, dass ich mich nie als Videok\u00fcnstler oder Filmemacher betrachtet habe, auch nicht als ein richtiger Regisseur &#8230; all diese Werkzeuge werden hier als Erweiterung (oder als Kontrapunkt) der Musik behandelt. Und f\u00fcr mich ist das eine fantastische Art und Weise diese Werkzeuge auszubauen, die ich dann manipulieren kann, um meine Ideen zu verwirklichen. John Cage sagte, dass Musik &#8222;gleicherma\u00dfen zu sehen wie zu h\u00f6ren ist&#8220; und das glaube ich auch. Was Musiker, S\u00e4nger oder generell Interpreten erreichen k\u00f6nnen, ist weit mehr als nur &#8222;ein Instrument spielen&#8220;&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8211; Du definierst Musik als &#8222;aktiven Prozess&#8220; auf der physischen Ebene (Gesten, Energie und Raum) und auf der psychologischen Ebene (Erinnerung und visuelle Dimension). Kannst du diesen Aspekt etwas mehr erkl\u00e4ren? Gibt es dazu einen Zusammenhang mit der dramatischen und politischen Dimension deiner Arbeit?<\/em><\/p>\n<p>Ja, definitiv! Ich war immer auf der Suche nach einer Art zus\u00e4tzlichen Bedeutung in meiner Kunst. Im Allgemeinen bin ich kein &#8222;abstrakter&#8220; K\u00fcnstler, auch wenn ich die &#8222;Kraft&#8220; der Abstraktion liebe (z.B. in Bildern). Ich denke, dass ich einfach eine innere Wut im Zusammenhang mit unserer Welt verarbeiten muss, die im Grunde genommen nicht so viel besser ist als in den vergangenen dunkelsten Zeiten. Deshalb versuche ich immer, eine kritische Dimension in meinen St\u00fccken einzubauen, manchmal mit starken oder dunklen Elementen, manchmal mit Humor, da ich denke, dass dies das beste Werkzeug ist, um schlie\u00dflich starke Kritik zu \u00e4u\u00dfern. Aber das Konzept von \u201caktiver Musik\u201d ist sehr mit dem verbunden, was ich &#8222;klingende Erinnerungen&#8220; nenne. Jeder von uns hat eine sehr starke und komplexe Beziehung zu jeder Art von Klang, da er, als Teil unseres Lebens, entweder voller Bedeutung oder bedeutungslos sein kann. Und ich f\u00fcge gerne konkrete oder referenzielle Kl\u00e4nge ein, die bestimmte Netzwerke in unserer Vorstellung aufbauen k\u00f6nnen und Konnotationen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p><em>&#8211; F\u00fcr das Auftaktkonzert in K\u00f6ln spielst du gemeinsam mit den Musikern des Ensemble Musikfabrik eine bestimmte Auswahl deiner Kompositionen. Wie kam diese Auswahl der St\u00fccke zusammen?<\/em><\/p>\n<p>Wir haben dieses Programm gemeinsam entwickelt und im Grunde genommen hatte ich zwei Ziele: Erstens wollte ich einige St\u00fccke zeigen, die ich in verschiedenen Perioden meiner k\u00fcnstlerischen Arbeit geschrieben habe. Das \u00e4lteste St\u00fcck mit dem Namen &#8222;IS IT THIS ?&#8220; entstand w\u00e4hrend meines Aufenthaltes an der Akademie der K\u00fcnste in Berlin vor fast 20 Jahren, und das j\u00fcngste &#8222;OUTERSPACE&#8220; wurde im M\u00e4rz 2018 uraufgef\u00fchrt. Ich mag es sehr, solche Programme zu konzipieren, um nachzuvollziehen, wie relevant Zeit ist. Das zweite Ziel war es, einen ganz bestimmten Abend angepasst an die R\u00e4umlichkeiten des Bogen 2 zu gestalten, der ein ganz besonderer Ort ist. Deshalb habe ich vorgeschlagen, an vier verschiedenen Stellen oder B\u00fchnen zu arbeiten, sodass das Publikum w\u00e4hrend des Konzertes die Architektur genie\u00dfen und sich bewegen kann. Alle diese St\u00fccke beinhalten Verst\u00e4rkung, Elektronik, Licht, Videos, Bilder \u2026 so wird es eine Art Portr\u00e4t dessen sein, was mir Spa\u00df macht. Ich bin sehr froh, dass ich mit dem Ensemble Musikfabrik in einem so gro\u00dfartigen Kontext arbeiten kann.<\/p>\n<\/div>\n<section class=\"internt-media\"><\/section>\n<section class=\"video\"><\/section>\n<div class=\"social-networking\">\n<div class=\"social-share\"><\/div>\n<\/div>\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n<\/div>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Komponist, Performer und Multimedia-K\u00fcnstler Pierre Jodlowski \u00fcber das Konzept der klingenden Erinnerungen, aktive Musik und ihre visuelle Dimension.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":5658,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"categories":[89,88],"tags":[],"class_list":["post-9021","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-interview"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9021"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9021\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9022,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9021\/revisions\/9022"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5658"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}