{"id":8471,"date":"2020-05-04T14:10:32","date_gmt":"2020-05-04T12:10:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/?p=8471"},"modified":"2022-03-28T14:14:41","modified_gmt":"2022-03-28T12:14:41","slug":"new-music-monday-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/blog\/new-music-monday-7\/","title":{"rendered":"New Music Monday #7"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol \" >\r\n    <div class=\"container\">\r\n        <div class=\"row\">\r\n            <div class=\"col\">\r\n\t\t\t\t<p>Das n\u00e4chste St\u00fcck der Reihe New Music Monday enth\u00e4lt das Trio <em>Triple\u00a0<\/em>von Georges Aperghis, aufgenommen von Helen Bledsoe, Carl Rosman und Marco Blaauw. Lesen Sie dazu den Programmtext von Martina Seeber unseres Konzerts &#8222;Musikfabrik im WDR 69&#8220; aus dem letzten Jahr, bei dem das St\u00fcck von uns zuletzt aufgef\u00fchrt worden ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/label\/work\/aperghis-triple\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"diamonds-normal\">&gt;&gt;&gt; Link zum Download<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong>Georges Aperghis<\/strong> &#8211; <em>Triple<\/em> (2010)<\/p>\n<p>Ist das spielbar? Nicht nur die Rhythmen der drei Bl\u00e4ser, die sich f\u00fcr Bruchteile von Sekunden \u00fcberlagern. <strong>George Aperghis<\/strong>fordert ein hauchfeines Gewebe aus mikrotonalen Abstufungen. Fragil wie eine\u00a0 Schneeflocke und fast genauso leise. <em>Triple<\/em>r\u00fchrt an Grenzen. In diesem Trio gibt es weder Netz noch doppelten Boden. Es ist ein inszeniertes Wagnis, eine Zirkusnummer f\u00fcr Artisten. Obwohl das Trio keine Geschichte erz\u00e4hlt, ist der Vergleich erlaubt. Georges Aperghis selbst bringt das Bild des Zirkus ins Spiel: \u201eIch stelle mir oft einen Akrobaten vor, der von einem Hochseil auf das andere balanciert, der springt und im letzten Moment das Gleichgewicht wiederfindet. Das ist die Art Fragilit\u00e4t, die Gefahr, die ich suche.\u201c Eine Gefahr, der sich allerdings vor allem seine Interpreten aussetzen, wenn sie fast Unm\u00f6gliches realisieren.<\/p>\n<p><em>Triple<\/em> ist eine br\u00fcchige, manchmal verwackelte, aber hauchzarte Musik, immer wieder von Pausen durchzogen, als blickten die Musiker von ihrem Hochseil in die Tiefe. Manchmal setzt sich der Balanceakt anschlie\u00dfend fort, manchmal wechselt die Szene wie nach einem harten Filmschnitt. Mikrotonal verf\u00e4rbte Akkorde sinken in die Tiefe, fahl und klagend. V\u00f6gel zwitschern, schnattern wie in einem Gespr\u00e4ch durcheinander. Eine schwebende, einstimmige Melodie wird von rasend schnellen Figurationen abgel\u00f6st. Die Bl\u00e4ser intonieren aufs Heikelste ineinander verzahnte, fragile Gebilde. Auch dabei spielen sie mit dem Ideal der Vollkommenheit und ihrer eigenen Begrenztheit. Georges Aperghis f\u00fchrt seine Musiker aber keineswegs vor. Er zeigt sie vielmehr, wie sie sich &#8211; verletzlich und menschlich &#8211; auf h\u00f6chstem Niveau exponieren. Ihre Energie, ihre Anstrengung, ihre Furcht, ihre Virtuosit\u00e4t: all das geh\u00f6rt zu dieser Musik wie die rhythmischen Strukturen, Harmonien oder Intervallbeziehungen. <em>Triple<\/em> ist das Gegenteil von Routine. Vielleicht ein Ausnahmezustand.<\/p>\n<p><em>Martina Seeber, aus dem Programmheft zu Musikfabrik im WDR 69, 17.02.2019<\/em><\/p>\n            <\/div>\r\n        <\/div>\r\n    <\/div>\r\n<\/div>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>George Aperghis &#8211; &#8222;Triple&#8220; auf Label Musikfabrik<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":2274,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"categories":[89,90],"tags":[98],"class_list":["post-8471","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-werktext","tag-label"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8471"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8472,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8471\/revisions\/8472"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.musikfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}