Moondog's Shelter

Minimal Music mit musiktheatralischen Straßenmusikaktionen von Kölner und Essener Schülerinnen und Schülern |  Zur Uraufführung von Michael Gordon, Julia Wolfe, David Lang: Shelter (2004/05)

Zur Vorbereitung auf das Konzert des Ensemble Musikfabrik der Reihe "Musikfabrik im WDR" am 18.03.2005 um 20 Uhr im WDR Sendesaal in Köln, in dem das internationale Projekt "Shelter“ uraufgeführt wird, fand im Februar 2005 eine Lehrerfortbildung statt, die sich den Themenkomplexen "Minimal Music" und dem Begriff "Shelter" (Unterschlupf, Obdach, Hütte usw.) mit spielerischen und theatralischen Ansätzen näherte. Darauf aufbauend entwickelten die Lehrer mit ihren Schülern kurze Straßenmusikaktionen, die einen Tag vor dem Konzert im WDR Funkhaus in der Kölner Fußgängerzone vorgeführt wurden – mit "eingebautem" Werbeeffekt für das Konzert des Ensemble Musikfabrik.
 

Warum gerade Straßenmusikaktionen?

Das Werk der amerikanischen Komponisten Michael Gordon, David Lang und Julia Wolfe (die alle Elemente der Minimal Music in ihre Werke aufnehmen) widmet sich den zahlreichen Bedeutungen von "Shelter", die von "Atomschutzbunker" bis "Unterstand für Obdachlose" reichen. Zentrales Thema ist die Frage "Was geschieht, wenn äußere Kräfte unsere emotionalen und physischen Schutzräume angreifen?"

Das wiederum legte eine Verknüpfung mit dem amerikanischen Komponisten und Sonderling Louis Harden, besser bekannt als "Moondog" (1916-99) nahe, der oft als Vater der Minimal Music bezeichnet wird. Seit seinem 16. Lebensjahr erblindet, lebte Moondog viele Jahre auf der Straße, gekleidet wie ein Wikinger mit Speer und Helm – die letzten Jahre im Ruhrgebiet, wo er 1974 nach einem Konzert seine neue Wahlheimat fand und den Rest seines Lebens verbrachte.

In den Aktionen der Schüler kehrte die Minimal Music also an einen ihrer Geburtsorte zurück und stimmte die Passanten auf das Konzert des Ensemble Musikfabrik im WDR Funkhaus ein.